Lohntransparenz: Deutsche Beschäftigte bereit für neue Regelungen

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Eigentlich sollten ab dem 07. Juni 2026 Unternehmen in Deutschland dazu verpflichtet sein, mehr Transparenz in Sachen Gehaltsinformationen zu schaffen. Doch kurz vor dem Stichtag bestätigt die Bundesregierung, dass diese EU-Vorgabe nun doch erst mit Verspätung in Deutschland in Kraft tritt, voraussichtlich Anfang 2027. Für Beschäftigte bedeutet das zunächst, länger auf die neuen Auskunftsrechte warten zu müssen. Eine neue Studie von Deel und Censuswide zeigt nun, dass viele Arbeitnehmende bereits fest entschlossen sind, die neuen Möglichkeiten aktiv zu nutzen, sobald das Gesetz in Kraft tritt.

Wie groß die Erwartungen auf Seiten der Beschäftigten sind, zeigen die Zahlen deutlich: Über die Hälfte der Beschäftigten (56 %) möchte ab Tag 1 des Inkrafttretens des Gesetzes Gehaltsinformationen beim Arbeitgeber anfragen. Zudem zeigt die Studie deutlich: Beschäftigte sehen das Gesetz nicht nur als formales Informationsrecht. Viele wollen die neuen Möglichkeiten aktiv nutzen und das nicht nur, um Gehälter besser einzuordnen. 61 % der befragten Angestellten würden bei unfairer Bezahlung sogar über einen Jobwechsel nachdenken.

Für Beschäftigte wird Transparenz zum Vertrauensfaktor

Die Ergebnisse deuten zudem darauf hin, dass das Gesetz Unternehmenskulturen verändern könnte. Hier sehen beide Seiten ein gewisses Konfliktpotential: Während 62 % der Arbeitgebenden kritische Reaktionen ihrer Mitarbeitenden erwarten, glauben 69 % der Beschäftigten, dass die neue Regelung zu Spannungen oder Unzufriedenheit im Team führen kann. Ein entscheidender Faktor ist hier die Kommunikation. Fast drei Viertel der Angestellten (73 %) sagen, dass die Auswirkungen auf das Team maßgeblich davon abhängen, wie gut Unternehmen etwaige Gehaltsunterschiede erklären.

Kommunikation wird auch deshalb zentral, weil zwischen vorhandenen Strukturen und erlebter Transparenz offenbar eine Lücke besteht: Während 78 % der Unternehmen sagen, bereits klar definierte Gehaltsspannen zu haben, erleben nur 46 % der Beschäftigten ihr Unternehmen heute tatsächlich als transparent im Umgang mit Gehältern.

“Beschäftigte wollen künftig nicht einfach nur wissen, was gezahlt wird; sie wollen verstehen, warum”, erklärt Maximilian Lux, Country Manager DACH bei Deel. “Die Studie zeigt, dass viele Arbeitnehmende die neuen Transparenzrechte aktiv nutzen möchten und Gehaltsunterschiede kritischer hinterfragen werden als bisher. Für Unternehmen wird deshalb nicht allein die Offenlegung von Informationen entscheidend sein, sondern die Fähigkeit, Vergütungsentscheidungen nachvollziehbar zu erklären.”

Methodik

Die repräsentative Umfrage wurde von Deel in Kooperation mit Censuswide im Zeitraum vom 11.05.2026 bis zum 20.05.2026 unter jeweils 1.000 Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen in Deutschland durchgeführt. Für die Auswertung wurden die Antwortoptionen “I completely agree” und “I somewhat agree” sowie “I somewhat disagree” und “I completely disagree” jeweils zusammengeführt. Censuswide ist Mitglied der Market Research Society (MRS) und arbeitet gemäß deren Verhaltenskodex sowie den Prinzipien von ESOMAR.

Über Deel

Die Arbeitswelt hat sich grundlegend verändert und Deel hat den Standard für moderne globale Arbeit etabliert. Als All-in-One-Plattform vereint Deel alles, was Unternehmen benötigen, um Mitarbeitende weltweit einzustellen, zu verwalten, zu bezahlen und auszustatten. Von Payroll, HRIS und Compliance über Benefits, Mobilität und Performance bis hin zum Geräte- und Equipment-Management bündelt Deel sämtliche Funktionen in einer einzigen, nahtlosen Lösung in über 150 Ländern. Mit eigener Infrastruktur, KI-gestützten Technologien und einem globalen Netzwerk aus Tausenden lokaler Expert:innen unterstützt Deel Unternehmen dabei, schneller, smarter und gesetzeskonform zu skalieren. Mehr als 37.000 Kund:innen weltweit vertrauen auf Deel. Das Unternehmen wurde entwickelt, um eine globale Marke zu sein, die Menschen lieben.

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