Erschöpfung fällt im Unternehmeralltag nicht immer sofort als Problem auf. Die Termine finden statt, Kunden werden betreut und wichtige Aufgaben werden irgendwie erledigt. Gleichzeitig kostet vieles mehr Kraft als früher. Nach einer unruhigen Nacht fehlt morgens der klare Start, am Nachmittag sinkt die Konzentration und einfache Entscheidungen ziehen sich unnötig in die Länge. Statt den eigenen Tagesablauf zu hinterfragen, reagieren viele Betroffene mit noch mehr Einsatz. Sie bleiben länger im Büro, verschieben Pausen und versuchen, fehlende Produktivität durch zusätzliche Stunden auszugleichen. Kurzfristig mag das funktionieren. Auf Dauer wird der Abstand zwischen investierter Zeit und tatsächlichem Ergebnis jedoch immer größer. „Viele Unternehmer merken den Unterschied zwischen Arbeitszeit und echter Leistung erst dann, wenn sie trotz 12-Stunden-Tagen weniger schaffen, als möglich wäre“, sagt Lea Feder.
„Wer dauerhaft zu wenig schläft, Mahlzeiten überspringt und keine Regeneration einplant, kann zwar weiterhin Stunden absitzen, aber nicht mehr dauerhaft fokussiert, klar und produktiv arbeiten. Irgendwann zahlt der Körper die Rechnung“, erklärt Lea Feder. Die Gründerin von JETZT Performance hat Medizin sowie Bioinformatik studiert und beschäftigt sich mit der Frage, wie Unternehmer ihre Leistungsfähigkeit auch unter hoher Belastung erhalten können. Gemeinsam mit ihrem Team betrachtet sie deshalb nicht nur einzelne Belastungssignale, sondern die Abläufe, die den gesamten Arbeitstag prägen. Dazu gehören etwa Schlaf, Ernährung, Stress, körperliche Belastung und persönliche Gewohnheiten. Denn häufig fehlt Betroffenen weder der Wille noch der Ehrgeiz. Vielmehr haben sich Routinen entwickelt, die zwar zum vollen Kalender passen, den eigenen Körper aber zunehmend ausbremsen. Wie stark sich das im Alltag bemerkbar machen kann, zeigt die Erfahrung von Sherilyn Jehsert.

Lange Tage, wenig Energie: Wenn Arbeit immer mehr Zeit kostet
Sherilyn Jehsert führt gemeinsam mit ihrem Mann Web Ästhetik. Das Unternehmen unterstützt Unternehmer dabei, online professionell aufzutreten, Vertrauen aufzubauen und ihr Marketing profitabler zu gestalten. Vor der Zusammenarbeit mit JETZT Performance war ihr eigener Arbeitsalltag zunehmend von langen Bürozeiten und hoher Belastung geprägt. Häufig arbeitete sie von morgens bis spät am Abend. Für geregelte Mahlzeiten blieb kaum Zeit, weshalb sie diese immer wieder ausließ. Besonders am Mittag machte sich das bemerkbar: Die Energie sank, die Konzentration ließ nach und dennoch warteten weitere Gespräche, Projekte und operative Aufgaben. Um liegen gebliebene Arbeit nachzuholen, blieb Sherilyn Jehsert teilweise bis 22 oder 23 Uhr im Büro. Die zusätzlichen Stunden machten sie jedoch nicht automatisch produktiver, sondern verlängerten vor allem einen Arbeitstag, in dem die nötige Energie längst fehlte.
„Viele versuchen, das Energietief mit noch mehr Arbeitszeit auszugleichen. Das Problem ist aber nicht, dass zu wenige Stunden gearbeitet werden, sondern dass diese Stunden immer weniger bringen.“
Nach dem späten Feierabend blieb häufig nur noch Zeit für eine schnelle Mahlzeit, bevor Sherilyn Jehsert erschöpft ins Bett ging. Trotzdem fühlte sie sich am nächsten Morgen nicht ausreichend erholt. Der Snooze-Button wurde zur Gewohnheit und der neue Tag begann bereits mit wenig Energie. Mit der Zeit kamen nachlassende Energie, ein sinkendes Wohlbefinden und deutliche Belastungssignale hinzu, die sie mit ihrem damaligen Arbeitsrhythmus in Verbindung brachte. Aus einzelnen anstrengenden Tagen war damit ein fester Kreislauf geworden: lange arbeiten, schlecht regenerieren und am nächsten Tag erneut versuchen, die fehlende Leistungsfähigkeit durch zusätzliche Stunden auszugleichen.

Schlaf, Stress und Ernährung: Wo die eigentliche Ursache lag
Sherilyn Jehserts Alltag zeigte deutlich, dass die langen Arbeitstage allein nicht das eigentliche Problem waren. Entscheidend war vielmehr die Frage, warum ihre Energie trotz ihres hohen Einsatzes immer weiter nachließ und sie sich selbst nach dem Schlaf nicht ausreichend erholt fühlte. Für Lea Feder ließ sich das nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Schlaf, Ernährung, Stress und Konzentration beeinflussen sich im Alltag gegenseitig. Wer Mahlzeiten auslässt, über viele Stunden unter Druck arbeitet und abends kaum zur Ruhe kommt, startet häufig bereits mit einem Defizit in den nächsten Tag. „Viele betrachten Schlaf, Ernährung oder Stress als getrennte Baustellen. In der Praxis hängen diese Bereiche aber eng zusammen und verstärken sich oft gegenseitig“, erklärt Lea Feder.
Regeneration bedeutet dabei nicht, sich lediglich häufiger auszuruhen oder den eigenen Anspruch zu senken. Im Fall von Sherilyn Jehsert ging es darum, Schlaf, Ernährung, Stress und körperliche Belastung nicht länger getrennt voneinander zu betrachten. Entscheidend waren Routinen, die ihrem Körper auch während voller Arbeitstage ausreichend Erholung und eine verlässlichere Energieversorgung ermöglichen sollten. Dabei wurden auch individuelle Faktoren wie zyklusbezogene Schwankungen im Energie- und Belastungsempfinden berücksichtigt.
Sherilyn Jehsert wollte besser schlafen, sich verlässlicher ernähren, konzentrierter arbeiten und ihr Gewicht reduzieren. Gleichzeitig war ihr wichtig, keine kurzfristige Lösung zu finden, die sich nach wenigen Wochen nicht mehr mit ihrem Alltag vereinbaren lässt. Gemeinsam mit JETZT Performance wurden deshalb ihre Schlafqualität, ihr Stresslevel, ihre Ernährung, ihre Konzentration und ihre körperliche Belastung betrachtet. Auf dieser Grundlage ging es darum, Routinen zu entwickeln, die auch an vollen Arbeitstagen funktionieren und sich langfristig beibehalten lassen.

Mehr Energie im Arbeitsalltag: Was sich für Sherilyn Jehsert verändert hat
Ob die neuen Routinen tatsächlich zu Sherilyn Jehserts anspruchsvollem Berufsalltag passten, zeigte sich vor allem daran, wie sie sich morgens und während der Arbeit fühlte. Nach eigener Aussage schläft sie inzwischen sehr gut und steht auf, ohne mehrfach den Snooze-Button zu drücken. Sie startet fitter und mit besserer Stimmung in den Tag und kann ihre Aufgaben im Büro konzentrierter angehen. „Gute Regeneration zeigt sich nicht nur daran, wie jemand schläft. Entscheidend ist, was tagsüber wieder möglich wird: klarer denken, konzentrierter arbeiten und mit mehr Energie durch den Tag gehen“, so Lea Feder. Auch der gemeinsame Arbeitsalltag mit ihrem Mann hat sich dadurch verändert. Statt bereits erschöpft zu beginnen und fehlende Produktivität später mit längeren Bürozeiten auszugleichen, erlebt Sherilyn Jehsert ihren Tagesablauf heute als stabiler.
Auch körperlich berichtet sie von Fortschritten. Sherilyn Jehsert beschreibt sich heute als belastbarer und energiegeladener. Unproduktive Phasen im Arbeitsalltag treten seltener auf. Wichtiger als einzelne Werte ist ihr, bewusster mit Belastung und Erholung umzugehen. Ihr Fall zeigt, dass bessere Regeneration nicht bedeutet, die eigenen Ziele zurückzuschrauben. Wer erholter in den Tag startet und seine Energie verlässlicher nutzen kann, arbeitet konzentrierter und muss unproduktive Phasen nicht ständig durch zusätzliche Stunden ausgleichen. „Unternehmer müssen nicht weniger erreichen wollen. Sie müssen ihrem Körper die Voraussetzungen geben, die geforderte Leistung auch dauerhaft erbringen zu können“, schließt Lea Feder ab.
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