Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr, die Bahn fährt um 6:40 Uhr, der Arbeitstag folgt festen Abläufen. Für viele Frauen in Deutschland sieht der Alltag genau so aus – in der Pflege, im Einzelhandel, in der Gastronomie oder im Büro. Die Tage ähneln sich, feste Strukturen bestimmen den Rhythmus und im Umfeld scheint kaum jemand einen anderen Weg zu gehen. Viele spüren dabei zunehmend, dass ihr Alltag kaum Raum für persönliche Freiheit, Reisen oder eigene Entwicklung lässt. Stattdessen entsteht das Gefühl, dauerhaft in festen Strukturen festzustecken, die nicht mehr zu den eigenen Vorstellungen vom Leben passen. „Die Frauen, die zu uns kommen, suchen meist nicht einfach nur nach einem höheren Einkommen“, erklärt Maya Engel von Remote Angels.
„Viele Frauen kommen zu uns, weil sie merken, dass sie in ihrem Alltag nur noch funktionieren. Jeder Tag läuft gleich ab, eigene Wünsche rücken immer weiter in den Hintergrund und das Gefühl wächst, das eigene Leben nur noch nach den Vorgaben anderer zu gestalten“, erklärt Maya Engel von Remote Angels.
„Viele Frauen wünschen sich Veränderung, kennen aber in ihrem direkten Umfeld niemanden, der einen anderen Weg gegangen ist“, erklärt Maya Engel. „Wenn Selbstständigkeit oder ortsunabhängiges Arbeiten im eigenen Umfeld nie eine Rolle gespielt haben, fehlt oft die Vorstellung davon, wie ein solcher Weg überhaupt aussehen kann. Der entscheidende Schritt besteht deshalb darin, überhaupt zu erkennen, dass Veränderung möglich ist – und zu verstehen, wie man sie konkret umsetzt.“ Mit Remote Angels begleitet Maya Engel heute Frauen dabei, sich Schritt für Schritt eine ortsunabhängige Selbstständigkeit aufzubauen.

Wenn der Alltag nicht mehr reicht: Der Weg zur eigenen Entscheidung
Wie sich ein solcher Wendepunkt anfühlen kann, kennt Maya Engel aus eigener Erfahrung. Mit 17 begann sie eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau, am Ende des Monats blieben rund 600 Euro netto übrig. „Ich saß den ganzen Tag in diesem Büro und habe mich irgendwann ehrlich gefragt, ob das jetzt meine nächsten 40 Jahre sein sollen“, erzählt sie. Nach der Ausbildung reiste sie mit ihren Ersparnissen nach Asien. In einem kleinen Café in Thailand begegnete sie schließlich einer Frau, die ortsunabhängig arbeitete – mit Laptop und Blick aufs Meer. „In diesem Moment ist etwas in mir gekippt. Ich habe mir gedacht: Wenn sie das kann, kann ich das auch.“
Zurück in Deutschland begann Maya Engel, sich intensiv mit Social Media zu beschäftigen und machte sich Schritt für Schritt als Social-Media-Managerin selbstständig. Ihren ersten Kunden, einen Immobilieninvestor aus Berlin, gewann sie über LinkedIn. Von dort aus arbeitete sie zunehmend ortsunabhängig und reiste über längere Zeit mit ihren Kundenprojekten durch Europa und Asien. Wenig später lernte sie auf Bali Joey Cziesla kennen, ihren heutigen Partner und Mitgründer, der seine Erfahrung im Aufbau und der Skalierung von Online-Unternehmen einbrachte. Aus ihrem persönlichen Weg entstand schließlich Remote Angels.
Was Maya Engel aus inzwischen hunderten Erstgesprächen mit Frauen mitgenommen hat, ist klar: Es fehlt selten an Motivation. Viel häufiger sind es Zweifel und Unsicherheiten, die Veränderungen verhindern – etwa die Frage, ob man überhaupt gut genug ist, was passiert, wenn man scheitert oder wie Familie und Umfeld reagieren könnten. Der eigentliche Wendepunkt entsteht deshalb oft durch einen äußeren Impuls: eine Reise, eine Trennung, gesundheitliche Erschöpfung oder einfach der Moment, in dem die eigene Unzufriedenheit nicht mehr ignoriert werden kann. „Oft beginnt alles mit einer einzigen Frage, die danach nicht mehr verschwindet“, sagt Maya Engel.
Dafür stehen Maya Engel und Remote Angels
Mit Remote Angels begleiten Maya Engel und Joey Cziesla Frauen auf dem Weg in die ortsunabhängige Selbstständigkeit. Im Mittelpunkt steht dabei das Erlernen einer konkreten Fähigkeit: das Social-Media-Management. Die Teilnehmerinnen lernen, Unternehmen oder Selbstständige bei deren Online-Präsenz zu unterstützen – von der Content-Erstellung über strategische Planung bis hin zur Betreuung von Accounts.

„Uns war wichtig, etwas aufzubauen, das auf einer echten Fähigkeit basiert – und nicht auf leeren Versprechen oder kurzfristigen Online-Trends“, erklärt Maya Engel. „Die Teilnehmerinnen lernen einen konkreten Skill, mit dem sie Unternehmen im Alltag unterstützen und sich langfristig selbstständig machen können.“ Die Teilnehmerinnen entwickeln deshalb von Beginn an ein konkretes Angebot, positionieren sich gezielt in bestimmten Branchen oder Zielgruppen und bauen parallel ihre eigene Präsenz in sozialen Medien auf. Plattformen wie Instagram oder LinkedIn dienen dabei nicht nur als Kommunikationskanal, sondern auch als Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen und erste Kunden zu gewinnen.
Maya Engel von Remote Angels: Struktur, Umsetzung und Community als Erfolgsfaktoren
„Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, an einem Punkt zu stehen, an dem man nicht weiß, wie der nächste Schritt aussehen soll“, sagt Joey Cziesla. „Genau deshalb haben wir das Programm so aufgebaut, dass der Weg greifbar wird und niemand ihn alleine gehen muss.“
Ein zentraler Bestandteil ist dabei auch die internationale Community. Frauen aus dem deutschsprachigen Raum tauschen sich digital aus und treffen sich regelmäßig bei gemeinsamen Coworking-Aufenthalten, etwa auf Bali, in Thailand oder auf den Philippinen. Dadurch entsteht ein Umfeld, in dem sich die Teilnehmerinnen gegenseitig unterstützen und motivieren können. „Viele Frauen brauchen am Anfang nicht nur Wissen, sondern auch jemanden, der ihnen zeigt, dass dieser Weg tatsächlich möglich ist“, erklärt Maya Engel. „Deshalb legen wir großen Wert auf persönliche Begleitung und einen engen Austausch innerhalb der Community.“

Die Transformation: Vom Angestelltenverhältnis zur Selbstständigkeit
Was sich in den meisten Fällen verändert, ist nicht primär das Konto. Es ist das Selbstbild. Vanessa (27), eine der ersten Teilnehmerinnen, lebt heute auf Bali und arbeitet ortsunabhängig. Lilly (18) hatte ihren ersten Kunden nach drei Wochen Academy. Andere haben innerhalb weniger Monate genug verdient, um ihren Job zu kündigen – und beschreiben den Moment der Kündigung als den Punkt, an dem sie sich seit Jahren zum ersten Mal wieder spüren.
„Es geht nicht darum, ein bisschen mehr zu verdienen“, sagt Maya Engel. „Es geht darum, eine Frau zu werden, die ihre Entscheidungen selbst trifft. Wo sie wohnt. Wann sie aufsteht. Wen sie sieht. Womit sie ihre Tage füllt.“ Maya Engel selbst lebt diesen Anspruch sichtbar: Sie pendelt zwischen Bali, Thailand und den Philippinen, arbeitet aus Bungalows mit Meerblick und ist auf Instagram unter @mayas.traveltime als das „Island Girl“ der deutschen Online-Szene bekannt – während sie nebenbei ein siebenstelliges Unternehmen führt. Eine Kombination, die in Deutschland selten ist und die sie als “Karriere in Freiheit“ positioniert. “Viele junge Frauen wissen nicht mal, dass es diese Kombination gibt. Sie denken entweder Karriere oder Leben. Entweder Drive oder Freiheit. Für mich war das nie ein Entweder-oder“, fasst Maja Engel zusammen.