Umfrage zeigt: Während Weihnachten dominieren immer noch traditionelle Rollenmuster

Im Auftrag von ManoMano, dem europäischen Marktführer spezialisiert auf Heimwerken, Haus und Garten im Internet, führte das Marktforschungsunternehmen YouGov eine Umfrage durch. Während dem Erhebungszeitraum zwischen dem 16. und 18. November 2021 wurden 2064 Menschen befragt.

Weihnachten – für viele Erwachsene und Kinder die schönste Zeit des Jahres. Es wird besinnlich, es wird gegessen und vor allem wird verschenkt. Doch nicht nur für Groß und Klein geht es hoch her, auch für die Händler. Für viele ist das Weihnachtsgeschäft schließlich das umsatzstärkste im Jahr. Wer hätte also gedacht, dass über ein Viertel der befragten Deutschen (26 %) dieses Jahr angaben, ihre Weihnachtsgeschenke selbst herzustellen. Mit 34 % waren es etwa doppelt so viele Frauen wie Männer. Die größte Gruppe davon ist über 55 Jahre alt (37 %), gefolgt von den 25- bis 34-Jährigen (21 %). Dabei investieren fast die Hälfte der DIY-Fans mehrere Tage (47 %) in den Herstellungsprozess der Geschenke für Freunde und Familie. Auch hier liegen die Frauen mit knapp 49 % vorne.

Bei anspruchsvollen Projekten, die länger als eine Woche Arbeitsaufwand benötigen, wird der Gender-Gap besonders deutlich: 19 % der Befragten sind weiblich, wohingegen 6 % männlich sind. Interessant ist allerdings, dass eine Altersgruppe heraussticht – doppelt so viele Männer zwischen 45 und 54 Jahren geben an, mehr als eine Woche für das selbstgemachte Geschenk aufzuwenden als umgekehrt (28 % versus 14 % der Frauen). Wenn das DIY-Projekt etwas länger dauert, überwiegt der Teamgeist: 51 % der Deutschen geben an, sich die Arbeit dabei zu teilen, gegenüber 44 % der Einzelkämpfer.

ManoMano.de untersucht das Verhalten der Deutschen zu Weihnachten. © ManoMano

Keine Überraschungen im Rollenverhalten in Bezug auf die Weihnachtsdekoration

Man könnte denken, dass die klassische Rollenverteilung, wie man sie aus weihnachtlichen Filmklassikern kennt, so nicht mehr existieren. Doch befragt nach ihrem Dekorationsverhalten, lassen 16 % der Deutschen ihre Partnerin und nur 8,5 % ihren Partner den Innenbereich aufhübschen. Direkt danach gefragt, gaben 69 % der Frauen, aber nur 30 % der Männer an, dies selbst zu machen. Im Außenbereich überholen bei der Dekoration die Partner nur leicht die Partnerinnen (9 % versus 8 %). Ganz wie im Film “Schöne Bescherung” ist es dann bei der Installation von weihnachtlicher Elektronik, beziehungsweise Beleuchtung. Hier überlassen dies 13 % ihren Partnern – im Gegensatz zu 8 % der Befragten, die ihre Partnerinnen als verantwortlich für diese Aufgabe ansahen.

Auch hier gibt es aber wieder einen Bruch: ungewöhnlich im Gesamtbild ist, dass 58 % der weiblichen Befragten angaben, handwerklich herausfordernde Weihnachtsdekorationen selbst zu übernehmen, während dies nur 26 % der männlichen Befragten tun. Die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen kaufen mit 86 % am meisten online, direkt gefolgt von den 18- bis 24-Jährigen.

Onlineeinkäufe dominieren das Weihnachtsgeschäft

Wie schon unter anderem pandemiebedingt im Vorjahr, kaufen auch 2021 die meisten Deutschen Weihnachtsgeschenke online: 80 % aller Befragten gaben dies an, während nur noch 66 % dafür ein Geschäft aufsuchen. Durchweg alle Altersgruppen bevorzugen Online-Shopping. Es wäre anzunehmen, dass Millennials Online-Shopping präferieren, überraschenderweise sind aber mit 74 % die 25- bis 34-Jährigen die Altersgruppe, die am häufigsten vor Ort Geschenke einkauft, während die 45- bis 54-Jährigen mit 61 % am seltensten dort einkaufen gehen. Die Prozentzahlen der Schenkenden aufgesplittet nach ihrem Alter liegen nah beieinander: Die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen kaufen mit 86 % am meisten online, direkt gefolgt von den 18- bis 24-Jährigen mit 83 %.

Interessante Ergebnisse beim Schenkverhalten und der Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit spielt bei der Geschenkwahl für Frauen (44 %) eine größere Rolle als für Männer (36 %). Mit 43 % ist die Altersgruppe der über 55-jährigen Befragten diejenige, die am meisten Wert auf Nachhaltigkeit legt. Trotz der Fridays for Future Bewegung gaben dem gegenüber nur 11 % der 18- bis 24-Jährigen an, dass Nachhaltigkeit bei der Auswahl ihrer Weihnachtsgeschenke eine Rolle spielt. Die Ergebnisse zeigen eine Korrelation zum Bildungsgrad auf: Weiblichen Befragten ist das Thema am wichtigsten (52 %), wenn sie einen Hochschulabschluss besitzen. Die männlichen Befragten, bei denen es sich so verhält (60 %), sind noch mit dem Studium beschäftigt. Eine aktuelle Trendstudie stützt diese Aussage. Sie zeigt, dass die Jugend in Deutschland nicht so “grün” ist, wie sie manchmal unter dem Eindruck von aktiven Umweltbewegungen wahrgenommen wird. (1)

Auch das Recyclen spielt eine wichtige Rolle zu Weihnachten. Ähnlich wie beim Wichteln tauschen die Deutschen mittlerweile gerne Dinge vor Weihnachten ein, um sie dann weiter zu verschenken. Dies wurde als Kriterium bei der Umfrage berücksichtigt. 45 % der Männer, die zwischen 35 und 44 Jahre als sind, tauschen gerne zuvor ein. Ihre Geschlechtsgenossen ab 55 basteln lieber selbst (33 %) oder kaufen einfach (38 %). Bei den Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren sind getauschte (18 %) oder gebastelte (13 %) Geschenke wahrscheinlicher als gekaufte (9 %). Bei ihren Geschlechtsgenossinnen im Alter von 25 bis 34 Jahren nimmt dieses Verhalten noch einmal zu. Hier sind getauschte (23 %) oder gebastelte (20 %) Geschenke wahrscheinlicher als gekaufte (15 %). Zwischen 35 und 44 Jahren scheint dies bei Frauen nicht mehr im Trend zu liegen. In dieser Altersgruppe gab keine der weiblichen Befragten an, zu tauschen.

Quelle: https://www.presseportal.de

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